Montag, 20. Januar 2014

Update mit Checkliste: Vorlage Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung am 1. Tag auch für Beamte?

Update zu meinem Artikel vom 15.11.2012
"Vorlage Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung am 1. Tag auch für Beamte?"

Mittlerweile wurde dieser Artikel fast 5000 Mal aufgerufen. Dies zeigt mir, dass immer wieder Unsicherheiten bestehen, wann eine AU vorgelegt werden muss und wie man sich im Fall einer Erkrankung wirklich richtig verhält. Auch in Beratungsgesprächen habe ich es immer wieder damit zu tun, dass dem Beamten vorgehalten wird, er habe sich nicht korrekt verhalten.

Aus diesem Anlass hier noch einmal eine Checkliste, wie Sie sich im Fall einer Erkrankung richtig verhalten:

  1. Informieren Sie sich am besten gleich nachdem Sie dies hier gelesen haben, ob es für Ihre Dienststelle besondere Vorschriften gibt, die Regelungen im Fall der Erkrankung treffen. Dies können Erlasse oder andere schriftliche Anweisungen sein. Nutzen Sie das Intranet zur Recherche, fragen Sie Ihren Vorgesetzten oder bei der Personalverwaltung. Drucken Sie Regelungen aus, halten Sie diese griffbereit.
  2. Merken Sie, dass Sie nicht zum Dienst kommen können, dann rufen Sie gleich z.B. in Ihrer Abteilung oder der Personalverwaltung an und teilen Sie mit, dass Sie krank sind. Wenn Sie die Dauer wissen, dann teilen Sie auch diese mit. Was Sie haben müssen Sie nicht unbedingt mitteilen!
  3. Sollten Sie nicht selbst anrufen können, so bitten Sie jemand anderen dies tun. Notieren Sie Nummern und Ansprechpartner, damit die Person auch weiß, wer anzurufen ist - auch für den Fall, "dass Sie mal nicht mehr bitten können".
  4. Gehen Sie zum Arzt. Lassen Sie sich eine AU ausfertigen. 
  5. Geben Sie den für den Arbeitgeber bestimmten Durchschlag gleich bei Ihrer Dienststelle ab, behalten Sie den anderen Teil der AU in Ihren Unterlagen - nicht einfach nur in die Post geben, dies dauert manchmal zu lange, was zu Problemen führen kann. Gute Alternative: Scannen Sie die AU ein und schicken Sie die AU vorab an Ihre Dienststelle per E-Mail und dann nochmal per Post. Sicher ist sicher.
  6. Liegen Sie nach einem Unfall im Krankenhaus, dann lassen Sie sich auch alle Behandlungsberichte und einen Entlassungsbericht geben, neben der AU. Stellen Sie auch hier sicher, dass die Dienststelle informiert wird.
  7. Sind Sie nur einmalig krank, dann gehen Sie nach Ende des AU-Zeitraums einfach wieder zum Dienst, oder rufen kurz vorher bei der Dienststelle an (z.B. bei Schichtdiensten oder Vertretungen). So klappt die Dienstaufnahme reibungslos und Sie wirken mit.
  8. Dauert die Krankheit fort, dann vor Ablauf der AU wieder zum Arzt, die AU verlängern lassen und wie oben beschrieben zum Dienstherren schicken. Rufen Sie auch wieder bei der Dienststelle an, teilen Sie die Verlängerung der AU mit und den Zeitraum. Der AU Zeitraum darf nie unterbrochen sein, um jedem denkbaren Problem vorzubeugen.

Mehr können Sie als Beamter nicht unternehmen. Schärfere Anforderungen können sich höchstens aus internen Regelungen ergeben oder aber man ordnet Sie Ihnen gegenüber konkret an, z.B. Vorlage am 1. Tag oder AU nur durch Amtsarzt. Aber dies wird man Ihnen schon schriftlich mitteilen.

Am Besten ist aber immer noch, gar nicht krank zu werden. Vor daher:

Bleiben Sie gesund!