Mittwoch, 29. Februar 2012

Mobbing bei der Post

Der Stern wird hoffentlich sehr ausführlich über dieses Thema berichten, das heute bereits kurz angerissen wurde.

Allein schon die Existenz von einem "Leitfaden zum Umgang mit Low-Performern" namens "Umgang mit auffälligen Kräften in der Ist-Zeit" zeigt die Einstellung der Führungsebene.

Unverblümt hierzu ein Sprecher der Post: "Die Vorschläge wurden nie umgesetzt"

Fragt sich nur: Welche denn dann? In meiner Praxis habe ich schon mit vielen Postbeamten Gespräche geführt. Merkwürdigerweise war allen das Problem gemeinsam, dass man sie aus fadenscheinigen Gründen aus dem Dienst aussortieren wollte.

Einfach für die Post: Die verbeamteten Postler werden "nach Hause" in den Ruhestand geschickt. Die kleinste Verfehlung ist ausreichend, die kleinste Gelegenheit genutzt, um in der Konsequenz dem Unternehmen faktisch viel Geld zu ersparen. Dabei wissen die wenigsten, dass der klassische Postbote "Postvertriebsassistent" gerade mal mit A5 besoldet wird. Wenig Geld für viel Arbeit.


Link zum Artikel:

stern liegt internes Papier vor: Mobbing-Leitfaden bringt Post in Erklärungsnot


Zu diesem Thema:

Pressemitteilung der Kommunikationsgewerkschaft DPV
"Leitfaden der Deutschen Post ist menschenverachtend!"

Reaktion der Deutschen Post DHL via Twitter